Strategien zur Betreuung von Young Carern

Wer sind Young Carer und Adult Carer?

Young Carer sind Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren, die unbezahlt ein krankes Familienmitglied (Zum Beispiel körperlich oder psychisch krank oder Abhängigkeit) pflegen. Young Adult Carer sind junge Erwachsene zwischen 16 und 25 Jsahren.

Young Carer sind erhöhten, emotionalen und körperlichen Risiken ausgesetzt und haben größere Hürden auf ihrem Bildungsweg.

Der Umfang ihrer pflegerischen Tätigkeiten variiert je nach Art und Ausmaß der Krankheit, Umfang der notwendigen Pflege und der Familienstruktur.


Ein Young Carer kann eine oder mehrere der folgenden Aufgaben übernehmen:

– Emotionale Hilfe: Zuhören, beruhigen, da sein
– Praktische hilfe: kochen, Hausarbeit, einkaufen
– Körperliche Pflege: Aufheben, Hilfe beim Treppen steigen, Krankengymnastik
– Persöhnliche Pflege: Anziehen, waschen, Körperpflege
– Haushaltsführung: Rechnungen bezahlen, sich um die Finanzen kümmern, Einsparmöglichkeiten suchen
– Kinderbetreuung: Sich um die Geschwister kümmern, Sie ins Bett bringen, Sie zur Schule bringen, Kindererziehung


Warum brauchen Young Carer größere Unterstützung?

Die negativen konsequenzen der Pflege können sich auf die körperliche oder emotionale Gesundheit auswirken, soziale Beziehungen und Chancen im Leben. Ohne eigenes Bewusstsein auf seine eigene Gesundheit zu achtren, kann ein young Carer schznell seine eigene Gesundheit gefährden.


Unterstützung der Young Carer in der Schule

Viele Young Carer wünschen sich mehr Unterstützung in der Schule. Fragt in den Klassen gezielt nach Young Carern
– Fragt eure Young Carer welche Hilfe sie sich Wünschen. Klärt die Mitschüler über Young Carer auf
– Schafft ein Bewusstsein dafür, dass young Carer hilfe brauchen


Unterstützung der Youngcarer bei Aus-und Weiterbildungen

Young Carer fühlen sich bei Aus- und Weiterbildungen oft benachteiligt. Sie haben mehr Lebensprobleme als andere Auszubildende, müssen Pflege und Lernen aufeinander abstimmen. Oftmals fehlt ihnen auch die familiäre Unterstütung oder die finanziellen Möglichkeiten.
– Unterstützt die Young Carer bei einer weitreichendden Lebensplanung
– Motiviert Young Carer Alternativen für die Pflegetätigkeit zu finden, um mehr Zeit für die eigene Ausbildung zu haben


Unterstützung im Arbeitsleben

Arbeit und Pflege miteinander zu vereinbaren, ist in jedem Alter schwierig, aber Young Carer haben es oft besonders schwer, da sie noch am anfang ihrer Karriere stehen, und das Einkommen oft noch gering ist. Gerade bei jungen Berufseinsteigern besteht kaum Verständnis für deren Pflegesituation, besonders wenn kurzfristige Pflegenotfälle entstehen. Diese können gerade während der Ausbildung zwecks Übernahme nachteilig sein.


Unterstützung in der Gesundheit

Häusliche Pflege ist ein Risikofaktor für die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen. Viele Young Carer stellen ihre eigenen Bedürftnisse zu oft zurück und schaffen so Risikofaktoren, wie zum Beispiel Stress, Ängste, Depressionen und Essstörungen.
– Erkläre dem Young Carer, dass er genügend Zeit für sich selbst braucht, um gesund zu bleiben
– Erkläre ihm, dass seine Rolle ein Ausnahmezustand ist, mit dem auch andere Erwachsene überfordert wären.
– Erkläre dem Kind, dass es keine Schuld an der aktuellen Situation trägt